Homöopathie

Wie funktioniert die homöopathische Behandlung beim Tier?

Wir folgen dabei den Vorgaben von Hahnemann für die Therapie des Menschen, d.h. eine ganzheitliche Betrachtungsweise und Behandlung.

Dies bedeutet eine gründliche Anamnese, in der alle Symptome und die gesamte Krankengeschichte erfragt werden.

Da uns das Tier leider keine Auskunft geben kann, sind wir Tierärzte auf einen genauen Bericht des Tierbesitzers angewiesen. Danach folgt eine genaue klinische Untersuchung des Patienten.

Hierauf wird eine homöopathische Diagnose erstellt. Diese Diagnose unterscheidet sich in der Regel von einer allopathischen, schulmedizinischen Diagnose.

"Katzenschnupfen" gilt in der Allopathie als "Erkrankung". Für einen homöopathischen Tierarzt stellt er lediglich ein Symptom dar, dessen Ursache oft in Organsystemen liegt, die auf den ersten Blick nichts mit einem Schnupfen zu tun haben.

Aber ein Tier ist ein komplexes Lebewesen, wie auch der Mensch, und alle Organe sind miteinander verbunden. Nichts im Körper geschieht isoliert. Auch falls eine Infektion mit verschiedenen Keimen vorliegt, stellt sich immer die Frage warum das Immunsystem diese nicht abwehren kann.

Dazu ein Beispiel:

20 Menschen sind in einem Raum. Eine an Grippe erkrankte Person kommt hinzu. In der Regel werden nicht alle 20 krank, vielleicht fünf..

Die Frage ist nun warum die anderen 15 nicht erkranken. Eingeatmet haben die Viren alle.

Die logische Folgerung ist, dass bei den Erkrankten zusätzlich eine andere Schädigung des Organsystems vorliegt, wodurch die Viren erst erfolgreich angreifen konnten. Die eigentliche Krankheitsursache liegt also im Organstatus des Betroffenen. Eine bloße Bekämpfung der Viren reicht somit zur Heilung nicht aus. Man erkennt daraus, dass jede Heilung, nicht die bloße Symptomunterdrückung, nur individuell und ganzheitlich erfolgen kann.

Das gilt für Mensch und Tier.

Und die Aufgabe des Homöopathen liegt darin das eigentliche Wesen der Erkrankung zu finden und das passende Mittel dazu. Dafür stehen uns klassische hömöopathische Einzelmittel, bewährte Komplexmittel, homotoxische Homöopathika, biomolekulare Medikamente oder auch Phytotherapeutika zur Verfügung. Welche Mittel zum Einsatz kommen, entscheidet sich ganz individuell. Jede Therapie ist auf den Patienten zugeschnitten, wobei auch eine Kombination aus verschiedenen Bereichen möglich ist.